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Zu den grundlegenden Aufgaben der Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege Oberösterreich zählt die Unterstützung jener Mitglieder, die sich um die Erhaltung eines Baudenkmals bemühen. Die Suche nach geeigneten Firmen, die Erfahrungen im Umgang mit historischer Bausubstanz haben und über die notwendigen technischen Fertigkeiten verfügen, gestaltet sich jedoch häufig schwierig. Daher erstellen wir jährlich eine Liste von Betrieben, die unseren hohen Ansprüchen im Umgang mit historischen Bauwerken entsprechen. Die Kriterien, die über eine Aufnahme in die Liste entscheiden, werden von einer Fachjury erarbeitet und die entsprechenden Firmen danach ausgewählt.
Die Firmen wenden unterschiedliche Methoden an. Für jedes Objekt muss die spezifisch denkmalgerechte Variante ausgesucht werden. Bitte konsultieren daher noch in der Planungsphase – vor der Auswahl der Methoden und Beginn der Baumaßnahmen – das Bundesdenkmalamt. Die dortigen MitarbeiterInnen helfen Ihnen, die richtige Methode auszuwählen. In bestimmten Fällen kann auch finanzielle Unterstützung geboten werden. Kontakt: Bundesdenkmalamt, Landeskonservatorat für Oberösterreich, Rainerstraße 11, 4020 Linz, Tel.: +43 1 534 15 – 0, Mail:
Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen für Ihr Bauprojekt, nicht zuletzt aber auch viel Freude mit Ihrem Baudenkmal!
Auf unserer Homepage finden Sie nun unser aktuelles Firmenverzeichnis, geordnet nach Gewerken bzw. Materialien. Ein Klick auf das nebenstehende Bild öffnet die Firmenliste. Wenn Sie der Meinung sind, dass auch Ihre Firma in unsere Firmenliste aufgenommen werden sollte, kontaktieren Sie uns bitte unter
Im Rahmen unserer diesjährigen Generalversammlung konnte der nunmehr bereits 170. Jahrgang unseres Jahrbuchs präsentiert werden. Als Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege setzen wir damit ein deutliches Zeichen für den Stellenwert landeskundlicher Forschung in unserem Bundesland. Nur mit der ideellen sowie finanziellen Unterstützung von Ihnen, unseren treuen Mitgliedern, konnte dieses Buch auch heuer wieder erscheinen. Danke, dass Sie mit Ihrem jährlichen Beitrag unseren Einsatz für Landeskunde und Denkmalpflege in Oberösterreich möglich machen!

Buchvorstellung
Der laufende Transformationsprozess betrifft mit Vehemenz auch das landschaftliche und architektonische Erbe. Die damit einhergehenden tiefgreifenden Veränderungen und Verluste bleiben in Anbetracht der bedrängenden Unmittelbarkeit existenzieller Herausforderungen weitgehend unbeachtet – oder werden als unvermeidliche Folgen und Erfordernisse des Wandels wahrgenommen.

Entsorgung historischer Architektur als „Kulturschutt“. Enns, 2025.
Die Publikation befasst sich – in diesem Zuschnitt erstmalig – mit den Auswirkungen des Verlorengehens und Verschwindens wertvoller Bestände. Zur Einstimmung in das Thema ein Essay von Alexander Wied (Veränderungen. „Möblierungen“ im Zeitenwandel) aus der Erinnerung lebenszeitlich wahrgenommener und erlittener persönlicher Empfindungen. Anschließend der Hauptteil von Beate Dandler (Architektur und Landschaft. Statistiken – Daten – Trends. Fokus Oberösterreich)
Weiterlesen: Kulturerbe im Umbruch. Empfindungen – Daten – Analysen
Meinungen zur geplanten Umlegung des OÖ. Landesarchivs
Anfang April 2025 erklärte der OÖ. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), dass das OÖ. Landesarchiv 2029 von seinem derzeitigen Standort in Linz in das Schloss Bergheim in Feldkirchen an der Donau verlegt werden soll. Die Verlegung des Standorts des Oö. Landesarchivs sorgt vielerorts für Irritationen, wie etwa die Petition „Erhalt des OÖ Landesarchivs am Standort Linz“ belegt:
https://www.openpetition.eu/at/petition/online/erhalt-des-ooe-landesarchivs-am-standort-linz
Zur Einschätzung der Situation haben wir um Stellungnahmen von fachlicher Seite gebeten und Direktor Hofrat Mag. Thomas Just, Leiter des Haus-, Hof- und Staatsarchivs in Wien sowie Frau Assoz. Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Regina Thumser-Wöhs, stellvertretende Institutsvorständin des Instituts für neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der JKU in Linz um Einschätzung der Situation gebeten:

Inmitten der Innviertler Hügel sticht ein baugeschichtliches Juwel hervor: Schloss Hackledt. Während das Gebäude seiner zukünftigen Nutzung entgegensehnt, werden behutsame Restaurierungsschritte gesetzt. Bereits vor zwei Jahren wurde das Haus durch die Absenkung des Bodenniveaus erfolgreich trockengelegt – eine wesentliche Voraussetzung für alle weiteren Maßnahmen. Derzeit erfolgen wissenschaftliche Untersuchungen der Fassadenoberflächen. Sie bilden die Grundlage für ein fachliches Format, das sich im kommenden Jahr einem Thema widmen wird: dem sachgerechten Umgang mit Kalk. Die Analysen erfassen Materialaufbau, Zuschlagstoffe, frühere Eingriffe, Schadbilder und bauphysikalische Eigenschaften. Erst danach wird entschieden, welche exemplarischen restauratorischen Schritte sinnvoll sind.
Weiterlesen: Traditionelle Baustoffe verstehen – anwenden – erhalten
