News
Im Rahmen unserer diesjährigen Generalversammlung konnte der nunmehr bereits 170. Jahrgang unseres Jahrbuchs präsentiert werden. Als Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege setzen wir damit ein deutliches Zeichen für den Stellenwert landeskundlicher Forschung in unserem Bundesland. Nur mit der ideellen sowie finanziellen Unterstützung von Ihnen, unseren treuen Mitgliedern, konnte dieses Buch auch heuer wieder erscheinen. Danke, dass Sie mit Ihrem jährlichen Beitrag unseren Einsatz für Landeskunde und Denkmalpflege in Oberösterreich möglich machen!

Buchvorstellung
Der laufende Transformationsprozess betrifft mit Vehemenz auch das landschaftliche und architektonische Erbe. Die damit einhergehenden tiefgreifenden Veränderungen und Verluste bleiben in Anbetracht der bedrängenden Unmittelbarkeit existenzieller Herausforderungen weitgehend unbeachtet – oder werden als unvermeidliche Folgen und Erfordernisse des Wandels wahrgenommen.

Entsorgung historischer Architektur als „Kulturschutt“. Enns, 2025.
Die Publikation befasst sich – in diesem Zuschnitt erstmalig – mit den Auswirkungen des Verlorengehens und Verschwindens wertvoller Bestände. Zur Einstimmung in das Thema ein Essay von Alexander Wied (Veränderungen. „Möblierungen“ im Zeitenwandel) aus der Erinnerung lebenszeitlich wahrgenommener und erlittener persönlicher Empfindungen. Anschließend der Hauptteil von Beate Dandler (Architektur und Landschaft. Statistiken – Daten – Trends. Fokus Oberösterreich)
Weiterlesen: Kulturerbe im Umbruch. Empfindungen – Daten – Analysen
Meinungen zur geplanten Umlegung des OÖ. Landesarchivs
Anfang April 2025 erklärte der OÖ. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), dass das OÖ. Landesarchiv 2029 von seinem derzeitigen Standort in Linz in das Schloss Bergheim in Feldkirchen an der Donau verlegt werden soll. Die Verlegung des Standorts des Oö. Landesarchivs sorgt vielerorts für Irritationen, wie etwa die Petition „Erhalt des OÖ Landesarchivs am Standort Linz“ belegt:
https://www.openpetition.eu/at/petition/online/erhalt-des-ooe-landesarchivs-am-standort-linz
Zur Einschätzung der Situation haben wir um Stellungnahmen von fachlicher Seite gebeten und Direktor Hofrat Mag. Thomas Just, Leiter des Haus-, Hof- und Staatsarchivs in Wien sowie Frau Assoz. Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Regina Thumser-Wöhs, stellvertretende Institutsvorständin des Instituts für neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der JKU in Linz um Einschätzung der Situation gebeten:

In der Architektursammlung der Albertina ist eine beeindruckende Vogelperspektive von Hallstatt aus den 1730er Jahren entdeckt worden, die den baulichen Zustand des gesamten Ortes vor dem großen Brand von 1750 akribisch darstellt und beschreibt. Dieses Karte besteht aus sechs Blättern mit je 40,2 x 54,2 cm und wird aktuell in der Ausstellung "Faszination Papier: Rembrandt bis Kiefer" in der Albertina bis 22. März 2026 und im dazugehörigen Ausstellungskatalog prominent präsentiert. Ein umfassender wissenschaftlicher Artikel, der diese Karte analysiert und einordnet, ist in Arbeit und wird im Herbst 2026 im Jahrbuch der GLD erscheinen.
Hier geht's zum ORF-ZIB-Bericht zur aktuellen Ausstellung in der Albertina: https://apis.observer.at/rtv/media/12286/8ad4b52dba
Bild: Jacob Anton Premblechner, AZ13290 sm
Oberösterreich ist das einzige Bundesland, das für herausragende Projekte im Bereich der Denkmalpflege und des Erhalts des baukulturellen Erbes Landespreise vergibt „Das ist eine sichtbare Wertschätzung des Landes Oberösterreich für die Bedeutung der Denkmalpflege und ein besonderes Dankeschön an jene Persönlichkeiten, die sich für die Denkmalpflege engagieren“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.
Der Denkmalpreis und die Anerkennungspreise für Denkmalpflege werden biennal vergeben. Für 2025 wurden von einer hochkarätig besetzten Fachjury nach intensiven Beratungen folgende Projekte ausgewählt:

Foto: Land OÖ/Peter Mayr.

