Willkommen in der Marktgemeinde Haslach

Der historische Webermarkt

Ortskern mit Resten der Ringmauer

    

 

Haslach ist erstmals urkundlich im Jahre 1217 genannt (Haselac - Hasel und ach: Haselgebüsch an einem Bach). Seit 1341 besitzt der Ort das Marktrecht. Handelswege führten von hier in mehreren Übergängen über den Kamm des Böhmerwaldes nach Böhmen (Salzhandel). Haslach, damals vom Donautal und Böhmen je eine Tagreise entfernt, wurde Umschlagplatz und Raststätte für die Händler. Verschiedene Privilegien, wie Marktrecht, Salzordnung und Weberordnung trugen dazu bei, dem Markt schon in früher Zeit zu Ansehen und Bedeutung zu verhelfen. So erreichte Haslach noch vor Mitte des 15. Jhdts. als Handels- und Niederlagsort seinen Höhepunkt.

Haslach im Sommer 1980
Haslach im Sommer 1980

Das Symbol einer stolzen, gesunden Bürgerschaft, den Anker als Hauszeichen, finden wir auf einigen Bürgerhäusern.

 

Haslach ist seit altersher der Sitz vieler Leinenweber und Händler, die ihre Produkte in weite Teile der Monarchie lieferten. Es ist bis heute das Zentrum der Webereien des oberen Mühlviertels geblieben. 1883 wurde die k.k. Webereifachschule errichtet (wird heute als Textilfachschule des Landes OÖ geführt).

 

In der wechselvollen Geschichte des Marktes wurde der Ort oft durch Kriegseinwirkungen (ua. Hussiteneinfälle 1427 und 1469, Bauernkrieg 1626) und durch verheerende Brände arg zerstört.

Von der mächtigen rechteckig angelegten Befestigungsanlage (rundumgeschlossene Ringmauer, 2 große Türme im Nordwesten und Osten und 5 Rundtürme) sind nur mehr Teile der Ringmauer im Süden und Westen, 2 Rundtürme und der untere Torturm erhalten.

Das Rathaus auf dem Marktplatz fällt durch seine zweiarmigen Freitreppe besonders auf.

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Hauptplatz Haslach

Viele Kleindenkmäler, wie zB die Mariensäule am Marktplatz (1745), die spätgotische Pestsäule auf dem Pflaster (um 1630) und die spätgotische Lichtsäule der Fleischerzunft auf dem alten Friedhof hinter der Kirche sind Zeugen der vergangenen Zeit.

 

Die Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus ist die stattlichste spätgotische Kirche des Oberen Mühlviertels. Ihr ältester Teil ist das Presbyterium mit Kreuzrippengewölbe aus der Zeit um 1350. Das heutige Langhaus wurde 1480 erbaut. Es ist ein einschiffiger Saalraum von 4 Jochen. Die Rippen am Gewölbe sind teils geschlungen, teils verstäbt. Die Westempore ruht auf einem Netzrippengewölbe in 3 Achsen.
Ganz besondere Schmuckstücke sind die Portale an der Nord- und Westwand sowie die Gewölbe der Vorhallen.

Der freistehende Kirchturm, erbaut aus Wehrturm der Marktbefestigung. (Mauerstärke bis zu zwei Metern) ist das Wahrzeichen von Haslach. Bis 1906 hatte er einen geschlossenen Wehrgang,

Pfarrkirche Haslach
Pfarrkirche Haslach

Heute hat er eine offene Galerie. Der Wehrcharakter der gesamten Anlage ist auch heute noch erkennbar.

 

Der sog. "alte Turm" ist ein Relikt der Befestigungsanlage von Haslach. Er wurde 1483 bis 1487 erbaut und bei einem Brand 1910 stark in Mitleidenschaft gezogen. Seit 1927 beherbergt er das Heimathaus mit seiner historischen Sammlung. Trotz vieler politischer und kriegerischer Wirren wurden die Exponate in unsere Zeit gerettet. Zu den Schmuckstücken der Sammlung im Alten Turm zählen Hinterglasbilder verschiedener Werkstätten, sowie alltägliche Gebrauchsgegenstände des Haushalts und des Handwerks. Sie zeugen von der geschichtsträchtigen Vorzeit des alten Marktes Haslach.

Im Gebäude des ehemaligen Geschäfts Aumayr begeistert seit 1988 das Kaufmannsmuseum seine Besucher. Einkaufsathmosphäre der Jahrhundertwende bis zum Jahre 1960 prägt die Stimmung dieser einmaligen Sammlung. Gezeigt werden Geschäftseinrichtungen der Jahrhundertwende, ein komplettes Kaufmannsbüro, die Geschichte der Kolonialwaren sowie ein Überblick über alle Werbemittel und Verkaufshilfen des 19. und 20. Jahrhunderts.

 

Im Webereimuseum werden die Entwicklung des traditionellen Flachsanbaues, die Herstellung des Leinenfadens und das Weben auf alten Handwebstühlen und er ersten Webautomaten. Abgerundet wird die Schau durch die verschiedensten Geräte zur Leinen-Nachbehandlung und zur Herstellung des Leinöls.

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Webereimuseum

 

"Alles dreht sich, alles bewegt sich, alles macht Musik" im Museum für mechanische Musik und Volkskunst. Über hundert Exponate - von 1750 bis 1960 - vermitteln Nostalgie, Musik Technik und Unterhaltung. Volkskunst aus dem Mühlviertel, aus Oberösterreich, dem Bayrischen Wald, aus Tschechien - mehr als 600 Exponate, darunter allein 80 Jahreskrippen, über 1000 Krippenfiguren - fasziniert den Besucher.