Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege

Oberösterreich

Firmenliste 2020 / 2021 online !

Sie kümmern sich als Eigentümer um den Erhalt eines Baudenkmals oder eines Altbaus? – Dann kann Ihnen die neue GLD-Firmenliste beratende Hilfe sein, deren neue Ausgabe für 2020 / 2021 ab sofort auf unserer Homepage abrufbar ist. Unter der Rubrik Firmenliste finden sie das aktuelle Firmenverzeichnis, geordnet nach Gewerken respektive Baumaterialien. Das PdF-Dokument zum Durchblättern können Sie ganz einfach mit einem Klick auf das Bild unterhalb öffnen.

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Die Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege Oberösterreich wünscht Ihnen gutes Gelingen für Ihr Bauprojekt, nicht zuletzt aber auch viel Freude mit Ihrem Baudenkmal!

Bei allen Firmen, RestauratorInnen sowie HandwerkerInnen bedanken wir uns für die Teilnahme. Ihr Handwerk ist der Motor der oberösterreichischen Wirtschaft und gemeinsam mit den Eigentümern von Baudenkmalen und Altbauten bewahren Sie unser baukulturelles Gedächtnis in Oberösterreich – Herzlichen Dank! 

Othmar Hageneder (*25.7.1927– †27.6.2020)

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Am 27. Juni dieses Jahres verstarb der gebürtige Linzer, em. o. Univ.-Prof. Dr. Othmar Hageneder, in Wien im 93. Lebensjahr. Der Sohn eines Polizeibeamten besuchte in seiner Heimatstadt das akademische Gymnasium, wobei er noch knapp vor Kriegsende zum Militär eingezogen und verwundet wurde. Nach der Matura studierte er an der Universität Wien Geschichte und Geographie und absolvierte den Ausbildungskurs am Institut für österreichische Geschichtsforschung.

Anschließend ging er für ein Jahr als Stipendiat nach Rom mit dem Auftrag die Kanzleiregister des Papstes Innozenz III. für eine Edition zu bearbeiten, eine Aufgabe, die ihn bis an sein Lebensende nicht mehr losließ, auch nachdem er 1953 in den Dienst des Oö. Landesarchivs getreten war.

Volle 23 Jahre gehörte er dieser Institution an und erfüllte die ihm übertragenen, vielfältigen Aufgaben mit großem Einsatz. An der Wiener Universität 1968 für mittelalterliche Geschichte habilitiert, wechselte er 1976 als o. Univ.-Prof. dieses Faches an die Universität Innsbruck und schließlich vier Jahre später an die Universität Wien, bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1995.

Hageneder war ein auch international sehr angesehener Wissenschaftler, dessen Schwerpunkte einerseits auf der Kirchen- und Papstgeschichte lagen, anderseits auf der Landesgeschichte, wobei Oberösterreich und dessen komplizierte Landesbildung einen bedeutenden Platz einnahm. Sein Buch über die „Geistliche Gerichtsbarkeit in Ober- und Niederösterreich“ (erschienen 1967) ist trotz seines bescheidenen Titels ein grundlegendes Werk für die spätmittelalterliche österreichische Geschichte geworden.

Hageneder war Mitglied bedeutender wissenschaftlicher Gesellschaften (z.B. Österr. Akademie der Wissenschaften) und erhielt auch zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Kulturpreis des Landes Oberösterreich (1994). Dem damaligen Musealverein war er schon 1971 beigetreten und 2015 schließlich wurde er zum Ehrenmitglied der Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege ernannt.

Georg Heilingsetzer (Foto: ÖAW)

Die Traueranzeige finden Sie hier.

Subskriptionsaufruf

Bildschirmfoto 2020 07 03 um 134011Im Mai 2016 erreichte das Büro der GLD ein Hilferuf von Dr. Reinhold Jagersberger. Er hatte bereits ein Buch über die Hammerherrenhäuser der Steiermark publiziert und bereiste gerade im Zuge seiner Recherchen für den oberösterreichischen Band die hiesigen Objekte. In einer im Umbau befindlichen Villa waren ihm mehrere Hammergewerkenportraits aufgefallen, die durch die Bauarbeiten akut gefährdet schienen, und so wandte er sich an die GLD mit der eindringlichen Bitte, uns der Rettung dieser Kulturgüter anzunehmen. Schon wenige Tage später gelang es uns mit unserem damaligen Präsidenten Dr. Spiegelfeld, sprichwörtlich in letzter Sekunde die gesamte Serie von acht Portraits der bedeutenden Gewerkenfamilie Schröckenfux aus dem 17. und 18. Jahrhundert anzukaufen. Heute befinden sie sich teilweise bereits saniert im Micheldorfer Sensenschmiedemuseum.

Dieser scharfe, kritische und durchaus auch kritisierende Blick, der von einer tiefen Wertschätzung für das Thema getragen ist, zieht sich durch den gesamten jetzt erscheinenden Band „Die Herrenhäuser der schwarzen Grafen“. Das umfangreiche Werk ist nicht weniger als der Versuch einer umfassenden Beschreibung der Bau- und Wohnkultur der Sensen-, Hammerschmiede und Eisenverleger in Oberösterreich. Dass daran Bedarf besteht, darauf hat Josef Zeitlinger bereits 1944 im Vorwort zu seinem im Jahrbuch des Musealvereins erschienenen, bis heute unübertroffenen Aufsatz „Sensen, Sensenschmiede und ihre Technik“ hingewiesen: „Möge sich jemand Geeigneter finden, diese Dinge zu schildern, ehe sie ganz der Vergangenheit und Vergessenheit anheimfallen.“ Diese seit damals bestehende Lücke vermag der jetzt erscheinende Band von Dr. Jagersberger zumindest bedeutend zu verkleinern. Noch nie wurde das Thema der spezifischen Bau- und Wohnkultur des oberösterreichischen Eisenwesens derart umfangreich und detailliert behandelt. In diesem Sinne laden wie Sie herzlich ein, dem Aufruf zur Subskription dieses wohl einmaligen Werks zu folgen.

Erfahren Sie mehr über den Autor, sein Werk sowie die Bestellkonditionen im beiliegenden Folder. Zum Öffnen klicken Sie HIER oder ganz einfach auf das Coverbild des Folders.

Der historische "Rückblick"

Bildschirmfoto 2020 07 03 um 175205In dieser Rubrik präsentieren wir einen landeskundlichen Schnappschuss, dessen Entstehungskontext nicht hinreichend geklärt ist. Wir bitten Sie um Ihre fachkundige Mithilfe bei der Klärung von Aufnahmeort, -zeit, und/oder -anlass.

Mag Neujahr auch noch fern sein, so wünscht Ihnen die GLD-SCHriftleitung mit dem aktuellen Rätselbild und den darauf abgebildeten sympathischen Glücksbringern aus gegebenem Anlass schon inmitten des Jahres viel Glück, vor allem aber beste Gesundheit!

 

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Kneifel für Gesetzesänderung beim Denkmalschutz

Sperre der Todesstiege:
Gottfried Kneifel für Gesetzesänderung beim Denkmalschutz

Bezirksrundschau Perg (www.meinbezirk.at, Perg, Lokales), 1. Juli 2020

Gottfried Kneifel von der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ spricht sich für eine Änderung des Denkmalschutzgesetzes und für die Beendung der Sperre der Todesstiege im Mauthausen Memorial aus.

(IWS-Geschäftsführer Gottfried Kneifel, Foto: IWS)

Bildschirmfoto 2020 07 01 um 155425MAUTHAUSEN. Schon seit zwei Jahren ist die sogenannte "Todesstiege" für Besucher der KZ-Gedenkstätte Mauthausen gesperrt. Grund: Laut Ö-Normen entspricht die Stiege, auf der Häftlinge unter dem Nazi-Regime Zwangsarbeit leisten mussten, nicht den aktuellen Sicherheitsstandards. Für die Eigentümer besteht dadurch ein Haftungsrisiko, wenn es zu Verletzungen bei der Besichtigung kommt.

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