Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege

Oberösterreich

Die neuen Ergebnisse zu den Markomannenkriegen im Mitteldonaugebiet

Mi, 24. April 2019, 18.30 Uhr

Vortrag im Nordico - Museum der Stadt Linz

 PhDr. Kristián Elschek, CSc. (Archäol. Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften )

Die Markomannenkriege, die im 2. Jhdt. germanische Stammesbände vom Mitteldonaugebiet gegen das Römische Reich unter der Regierung von Marcus Aurelius führten, bedeuteten eine große Gefahr für die römischen Provinzen und Italien. Daher trat der Kaiser selbst mit einem Großaufgebot von römischen Militärtruppen gegen die aufständischen Germanen an.

 logoRmisches Feldlager Zvod SK

In den letzten ca. 40 Jahren konnten dutzende römische Feldlager im Barbarikum nördlich der mittleren Donau durch Luftbilder und geophysikalische Prospektion festgestellt werden. Systematische Begehungen und Grabungen bestätigten ihre Datierung in die Zeit der Markomannenkriege, die Aktionen gingen vor allem von Carnuntum, Vindobona und Brigetio aus, wobei eine zentrale Operationsbasis in Mušov in Südmähren entstand. Die römische Inschrift von Trenčín vom Jahr 179 n. Chr. bestätigt das Ausrücken der römischen Armee ca. 130 nördlich vom Limes Romanus in der Westslowakei, das kürzlich entdeckte römischen Feldlager von Jevíčko liegt sogar etwa 200 km nördlich der römischen Grenze in Nordmähren.

 

NEUERSCHEINUNG!

Forschungen in Lauriacum, Bd. 18, Canabae et Municipium.

Die römischen Siedlungsräume um das Legionslager von Lauriacum/Enns, Linz 2018.

Softcover, ISBN 978-3-902299-12-3, mit Kartenmaterial. 

FiL18 Cover

In der Publikation „Canabae et municipium“ zielt Klaus Freitag auf eine zusammenfassende Darstellung bisher in der Siedlung um das Legionslager von Lauriacum/Enns durchgeführter Forschungen ab. Die Erstellung eines neuen Gesamtplans unter Einbeziehung topografischer Karten, verfügbarer Grabungsergebnisse und umfangreicher geophysikalischer Prospektionsdaten erlaubt weitreichende Rückschlüsse zu ihrer Ausdehnung, Bebauungsstruktur und historischen Entwicklung.

 

Preis: € 28,- (für Mitglieder der GLD nur € 25,-) 

Gerne nehmen wir Ihre Bestellungen entgegen: 
Haus der Volkskultur / Promenade 33 / 103 - 04 / 
4020 Linz
Tel.: 0732 / 77 02 18
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Der historische Rückblick

Das "Rätselbild" der aktuellen Ausgabe unseres Mitteilungsblattes präsentiert einen landeskundlichen Schnappschuss aus dem Privat-Bestand des 1943 verstorbenen Großvaters von Frau Ute Sailer und zeigt eine Ansicht, die in den 1930er-Jahren in Linz fotografisch aufgenommen wurde. Die Besitzerin konnte in Erfahrung bringen, dass im Bildhintergrund die an der Raimundstraße gelegene Spirituosenfabrik Camis & Stock mit schön verzierten Türmchen und Schornstein zu erkennen ist. Während das Gebäude rechts davon mit einem erhöhten Mittelteil, bisher noch nicht identifiziert werden konnte, dürfte sich die abgebildete Baustelle auf dem „Heizhaus“-Areal befinden. Auch der Umstand, dass der Großvater Eisenbahn-Angestellter war, erhärtet den Verdacht, dass hier die Konstruktion einer Drehscheibe abgelichtet wurde. 

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Neue Publikationsreihe!

Franz Hauser, Stefan Traxler [Hrsg.]Bildschirmfoto 2018 12 15 um 15.53.03

Die Römer im Attergau

Kleine Schriften zur Kulturgeschichte von Oberösterreich, Folge 1, Linz 2018

Die reizvolle Landschaft der oberösterreichischen Seenregion zog seit jeher Menschen an, sich hier niederzulassen. Dementsprechend reich ist das archäologische Erbe. In der Römerzeit spielte der Attergau auf Grund seiner Lage an der Reichsstraße, die die Städte Ovilavis/Wels und Iuvavum/Salzburg miteinander verband, eine wichtige Rolle. In dieser Publikation wird der aktuelle Forschungsstand zu den römischen Gutshöfen auf dem Haushamer Feld und in Königswiesen vorgestellt. Der antiken Luxusvilla von Weyregg am Attersee ist ein weiterer Schwerpunkt gewidmet. Beiträge zu einem außergewöhnlichen Bauwerk in Mösendorf und zu geophysikalischen Prospektionsmethoden runden diesen ersten Band der neuen Reihe „Kleine Schriften zur Kulturgeschichte von Oberösterreich“ ab.

Das Buch ist zum Preis von € 18.- im Schlossmuseum und in der Landesgalerie sowie per Katalogversand unter der Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erhältlich. 

(Für eine vergrößerte Darstellung der Bilder, klicken Sie bitte darauf.)

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Privates baukulturelles Erbe unter Druck

Gottfried Kneifel, Präsident des Bundesrates a. D. und Geschäftsführer des Initiative Wirtschaftsstandort Oberösterreich (IWS) in Linz schreibt in der Zeitung "Der Standard", vom 14.11.2018 über die Chancen und Möglichkeiten, wie durch eine Reduzierung bürokratischer (Bau-)Normen und dem damit verbundenen Kostenrisiko bei der Erhaltung denkmalgeschützter Objekte nicht nur dem Bodenverbrauch entgegengewirkt, sondern zudem lokales Handwerk und Gewerbe belebt werden würde. Zugleich käme man mit einer so möglichen Erhöhung der Sanierungsqote der Verantwortung gegenüber unserem baukulturellen Erbe besser nach. 

In Österreich beträgt die Sanierungsquote nur ein Prozent. Zur Werterhaltung historischer Bausubstanz braucht es allerdings eine Quote von drei Prozent.

Was wäre Österreich ohne denkmalgeschützte Bauten? Ohne die reizenden Stadt- und Dorfkerne, ohne die Altstädte von Innsbruck, Salzburg, Enns, Dornbirn, Linz oder Graz? Ohne Stifte und Klöster? Graz ohne Uhrturm und Salzburg ohne Festung? Was wäre Österreich ohne Burgen, Schlösser, ohne die zahlreichen Objekte, die wir unser baukulturelles Erbe nennen und die ein unverzichtbarer Bestandteil unserer gemeinsamen lokalen und europäischen Identität sind?

Derzeit stehen in Österreich 39.000 unbewegliche Objekte rechtskräftig unter Denkmalschutz. Davon ist circa je ein Drittel im Eigentum von Privaten, von Religionsgemeinschaften sowie von Firmen, Stiftungen und öffentlichen Körperschaften.

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